1. November 2016

DIY: Bücher falten


Die meisten Besucher kommen auf meinen Blog, weil sie nach gefalteten Büchern bzw. einer Anleitung suchen. Es wird also höchste Zeit, dass eine solche Anleitung auf meinem Blog zu finden ist. Hier erfahrt ihr wie ihr einen Schriftzug in ein Buch falten könnt. In einer weiteren Anleitung zeige ich euch, wie ihr euch eure eigene Vorlage zum Falten erstellt. Damit könnt ihr dann euren Wunschschriftzug in jedes erdenkliche Buch falten, ganz nach eurer Vorstellung.

Material

Buch mit Seitenzahl 400 (mindestens)
Vorlage (herunterladen und ausdrucken)

Schwierigkeitsgrad

einfach

Zeit

2-3 Stunden

Das Falten ist an sich nicht schwer, es dauert aber eine Weile. Ihr könnt gerne alte Bücher verwenden. Diese haben durch die vergilbten Seiten oft ihren ganz eigenen Charme. Ihr müsst nur darauf achten, dass die Seiten nicht zu brüchig sind, sonst brechen sie euch am Falz schnell ab. Generell sollten die Seiten auch nicht zu dünn sein, da sich dadurch das Buch am Ende nicht so weit auffächern lässt.


Wenn euer Buch mehr als 400 Seiten hat, dann bleiben am Anfang und am Ende einige ungefaltete Seiten stehen. Damit ihr wisst auf welcher Seite ihr starten müsst, ist eine kleine Berechnung notwendig: Ihr rechnet die Seitenzahl eures Buches minus 400 und das Ergebnis wird anschließend durch 4 geteilt. Soviele Seiten müsst ihr abzählen und beiseite legen, bevor ihr mit dem Falten startet. 

Schnappt euch euer Buch und die ausgedruckte Vorlage und dann kann es losgehen! Legt euer Buch mit dem Rücken zu euch auf den Tisch und schlagt es auf. Beim Falten geht es also von hinten nach vorne. Das Vorsatzpapier (die erste dickere Seite, die den Einband und den Seitenblock verbindet) legt ihr ebenfalls vor euch - es wird nicht mit gefaltet. Jetzt könnt ihr gegebenenfalls die weiteren überzähligen Seiten abzählen und bis zum Start blättern.


Dann legt ihr die Vorlage unter die erste Seite. Die linke Kante (oranger Pfeil) ist die Anlagekante für jede die Buchseite, damit das Motiv in gleichbleibender Höhe entsteht. Ihr könnt euch auch eine eigene Linie anzeichnen und das Motiv so in der Höhe an euer Buch anpassen. Die lange Kante eurer Buchseite liegt senkrecht dazu an der Vorlage an.


Dann faltet ihr zwei Ecken in die Seite, sodass das Stück am schwarzen Buchstaben (der Markierung) stehen bleibt - das wird am Ende sichtbar sein. Wenn es vom Platz her passt, faltet ihr die Ecke parallel zur Buchseite wie links im Bild. Dabei kann man sich (auf späteren Seiten=) fürs gerade Falten ganz gut an den Zeilen orientieren. Passt das nicht, faltet ihr die Buchseite auf die zweite Weise, indem ihr die Ecke fast an die Bindung stoßen lasst (siehe rechts im Bild). Lasst dabei etwas Platz zur Bindung.


Dann wird die gefaltete Seite zur Seite gelegt. Gegen Ende hin bietet es sich an, das Buch an bzw. über die Tischkante zu legen, da der Teil mit den gefalteten Seiten ja immer dicker wird.

Und noch ein Tipp: wenn die Seitenzahl der Vorlage nicht zur Seitenzahl eures Buches passt, kommt man beim Weiterrücken schnell durcheinander. Damit ihr immer wisst wo ihr seid, könnt ihr mit Bleistift die bereits gefalteten Seitenzahlen durchstreichen.


So geht es dann immer weiter, Vorlage um eine Linie weiterschieben, Buchseite anlegen, und zwei Ecken bis zur schwarzen Markierung falten, Buchseite beiseite legen und wieder von vorne.

Irgendwann kommt ihr dann an eine Stelle, bei der es mehrere schwarze Markierungen in einer Zeile gibt. In diesem Fall fangt ihr rechts an und faltet dann immer abwechselnd an der rechten Markierung und an der linken Markierung - wie in den folgenden Bildern. Ihr rutscht aber trotzdem mit der Vorlage jedes Mal eine Linie weiter!


Genauso funktioniert es auch bei drei oder noch mehr schwarzen Markierungen an einer Linie. Immer abwechselnd eine Markierung nach der anderen von rechts nach links durchgehen und der Reihe nach in die Buchseiten falten. Dabei das Weiterrücken der Vorlage nicht vergessen!


Wenn ihr an leeren Seiten ankommt, wo keine schwarze Schrift zu sehen ist, dann könnt ihr sie halbieren, also einmal in Richtung Bindung falten und dann noch eine oder beide Ecken einklappen. So gefällt es mir zumindestens im Gesamtbild am Besten. 


Und mit etwas Geduld und Beharrlichkeit entfaltet sich schließlich nach 400 gefalteten Seiten der gesamte Schriftzug, wenn ihr das Buch auffächert. Das Buch wird beim Falten auch nicht zerstört und ihr könntet es jederzeit wieder entfalten und lesen - wenn ihr das nach der ganzen Arbeit denn wollt.

 
Viel Spaß beim Nachbasteln und bei Unklarheiten lasst doch bitte einfach einen Kommentar da, auf den ich dann antworten kann.

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